Hinweisformular für Betriebe


Schülerbetriebspraktikum: Hinweise für die Betriebe

1. Sinn und Aufgabe des -Praktikums

Nach dem Erlass des Kultusministers vom 26.5.87 sind für alle Schulformen Schülerpraktika vorgesehen. Ziel dieser Praktika ist es, den Schülern im Rahmen der Berufswahlvorbereitung die Möglichkeit zu bieten, die Arbeits- und Wirtschaftswelt unmittelbar kennen zu lernen und mit ihrer sozialen Wirklichkeit vertraut zu werden. Neben seiner praktischen Arbeit im Betrieb sollen dem Schüler lnformations- und Beobachtungsmöglichkeiten gegeben werden, wobei - wenn möglich - ein Einsatz in verschiedenen Tätigkeitsbereichen wünschenswert wäre, damit der Schüler Funktionszusammenhänge kennen lernt.

Da das Praktikum weder ein Ausbildungs- noch ein Beschäftigungsverhältnis darstellt, entfällt eine Vergütung.

2. Gesetzliche Bestimmungen

2. 1 Jugendarbeitsschutzgesetz

Nach dem Erlass des Kultusministers vom 26.05.87 ist das Praktikum eine schulische Veranstaltung und fällt unter die Ausnahmebestimmungen des §5 Abs.2 Nr.2 des Jugendarbeitsschutzgesetzes. Hieraus ergibt sich, dass bei der Teilnahme an einem Praktikum nicht das Alter, sondern die Zugehörigkeit des Schülers zu der Klasse, in der das Praktikum durchgeführt wird, maßgebend ist. Die Arbeitszeit der Schüler darf in der Regel bis zu 40 Stunden in der Woche betragen. Im Übrigen gelten die Bestimmungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes.

2.2 Versicherungsschutz

Die Schüler unterliegen der gesetzlichen Unfallversicherung (durch die Schule). Aus diesem Grunde werden die Praktika dem Gewerbeaufsichtsamt gemeldet.

Bei Sach- und Vermögensschäden, die durch einen Praktikanten entstehen könnten, besteht Haftpflicht-Versicherungsschutz durch den Schulträger. Das Führen von Kraftfahrzeugen innerhalb des Betriebes ist verboten.

3. Durchführung

3.1 Betreuung

Die Betriebe werden gebeten, für die Durchführung des Praktikums einen verantwortlichen Betreuer zu benennen. Er hält, falls notwendig, Kontakt zur Schule und wählt nach Möglichkeit mit dem Schüler und den beteiligten Lehrern geeignete Arbeitsplätze aus. Während des Praktikums besucht der betreuende Lehrer den Betrieb in der Regel einmal.

3.2 Vorstellung

Vor Beginn des Praktikums stellen sich die Schüler auf Wunsch im Betrieb vor. Sie werden nach Möglichkeit zeitlich und arbeitsmäßig wie Auszubildende eingesetzt. Die Schüler werden über die Unfallbestimmungen des Betriebes unterrichtet und unterliegen der Betriebsordnung. Bei Verstößen durch Schüler setzen sich die Betreuer sofort mit der Schule in Verbindung.

4. Auswertung

Die Erfahrungen der Praktikanten sollen in einem Praktikumsbericht festgehalten werden. Hilfestellung bei der Anfertigung des Praktikumsberichtes ist dabei durchaus erwünscht.

4.1 Feedback-Gespräch

Seitens der Schule erhoffen wir uns, dass die Betriebe am Ende des Praktikums ein offenes und ehrliches Feedback-Gespräch führen. Dabei sollte verdeutlicht werden, welche Dinge gut und welche schlecht gelaufen sind, wobei es wichtig ist Tipps zu geben, was bei einem nächsten Praktikum besser gemacht werden könnte/muss. Im Idealfall können in diesem Gespräch mögliche Einstiegschancen in den Beruf vermittelt werden, was in beiden Fällen - positives oder negatives Feedback - die Erfahrung im Praktikum komplettiert.